85er Laufteam

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Unser Laufteam
Dieter Zimmermann, Andreas Dausmann, Michael Melzer, Peter Kehrwald, Wolfgang Ernst, Roman Hof u. Michael Elig
es fehlen: Andreas Zimmermann, Heike Zimmermann

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gibt es hier

Weitere Lauftermine unseres Teams finden Sie unter den allgemeinen Terminen

Ergebnisse 2012:

11. März - Halbmarathon in Kandel
Peter Kehrwald 1:42:18 Std.
"Neuzugang" Torsten Cronauer 1:44:38 Std.
Wolfgang Ernst 1:44:58
und
Michael Melzer 2:20:42


Ergebnisse 2011:

13. November
Ahten Marathon
Wolfgang Ernst 4:15:41 Std.
Michael Melzer 4:39:32 Std.

02. Oktober
Ford-Köln Marathon
Peter Kehrwald 3:48:17 Std.
Wolfgang Ernst 4:19:14 Std.
Michael Melzer 4:49:14 Std.

18. September
Halbmarathon beim Pfälzerwaldmarathon in Pirmasens
Peter Kehrwald 1:47:46 Std.
Wolfgang Ernst 1:53:26 Std.
Michael Melzer 2:03:01 Std.

06. August
25 km Sommernachtslauf in Bellheim
Peter Kehrwald 2:04 Std.
Wolfgang Ernst 2:18 Std.
Michael Melzer 2:45 Std.

13. Juni
Halbmarathon beim Volkslauf in Rülzheim
Wolfgang Ernst 1:51:07

28. Mai
Halbmarathon beim Mittelrhein Marathon in Koblenz
Michael Melzer 2:00:40 Std.

21. Mai
Halbmarathon beim MLP Marathon Mannheim
Michael Melzer 2:09:14

13. März
Halbmarathon beim Bienwald-Marathon in Kandel
Michael Melzer 2:23:34

Marathonbericht Frankfurt (31.10.2010) und Vorbereitung dazu
Michael Elig, 85-er Laufteam

Man sollte Superlative restriktiv gebrauchen, das ist mir bekannt. Beim diesjährigen Frankfurt Marathon am Sonntag, 31. Oktober, sind sie aber angebracht. Als einer unter mehr als 13.000 Startern für den Marathon ? mit Staffelläufer schnürten an diesem Sonntag Morgen in der Mainmetropole fast 30.000 Läuferinnen und Läufer die Laufschuhe - startete ich für unsere Laufabteilung, nachdem ich am frühen Samstag Nachmittag anreiste, die Marathonmesse besuchte und die Kohlenhydratspeicher, so sie überhaupt noch Aufnahmekapazität hatten, bei der Nudelparty in der Festhalle füllte. Im Starterpaket für 75 Euro waren diese Leistungen inklusive.
Am Marathonsonntag selbst herrschten optimale äußere Bedingungen: strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 15 Grad machten Hoffnung auf gute Zeiten. Dazu kommen die 350.000 Zuschauer entlang der Strecke und der Zieleinlauf in der Festhalle auf dem roten Teppich, an den man während der 42 Kilometer einige Gedanken verschwenden konnte. Dass die Bestzeit des Siegers unter der 2:05 Stunden Grenze lag, zeigt, wie schnell die Strecke letztlich ist. Nicht umsonst bietet Frankfurt neben Berlin die flachesten Kilometer.
Auch mir gelang mit 3:46,08 Stunden mein bestes Marathonergebnis aller drei bisher absolvierter Marathons und eine Verbesserung um sage und schreibe 24 ?Minuten zum Marathon im Jahr 2008 in Saarbrücken. Damals dachte ich, ich hätte meine Leistungsgrenze erreicht. Vom Marathonlauf selbst möchte ich gar nicht viel schreiben hier. Was Atmosphäre, Strecke, Highlights und Stimmungen angeht, wurde im Fernsehen aber auch in der Lokalausgabe der RHEINPFALZ vom 3.November ausführlich berichtet.
Stattdessen lege ich den Fokus auf die Vorbereitung, bei der ich neue Wege gegangen bin. Meine Ausgangssituation Mitte September 2010: Ich wollte beim Köln Marathon am 3. Oktober starten. Die bis dahin beste Marathonzeit lag bei 3:47 Stunden beim aller ersten Marathon, den ich vor genau 13 Jahren an gleicher Stelle in Frankfurt absolvierte. Vor zwei Jahren folgte der 2. Marathon in Saarbrücken. Die Zeit damals: 4:09 Stunden. Das Ziel drei Stunden verfehlte ich trotz großer Anstrengung um immerhin 9 Minuten.
Ich lernte dann den FCK Triathlon Trainer Peter Holy im Spätsommer kennen: Er ist der Trainer der amtierenden Vizeweltmeisterin in der Triathlon Langdistanz, der Kaiserslautererin Tina Krone. Tina ist eine Kollegin von mir, die natürlich auf einem etwa drei Galaxien höherem Niveau trainiert als ich alter Mann. Peter sagte mir ganz am Anfang folgenden Satz, der sich bei mir in den nachfolgenden acht Trainingswochen einbrannte wie in Stein gemeißelt: ?Michael, du bist vielleicht immer schon viel gelaufen, trainiert hast du aber noch nicht?. Das waren seine Worte. Ich konnte das damals noch nicht einschätzen, was er damit meinte, heute weiß ich genau. Recht hatte er. Warum?
Der Trainingsplan, den er mir schrieb, war für 8 Trainingswochen ausgelegt. Eine 10-wöchige Vorbereitung wären ihm lieber gewesen, aber er konnte schlecht den Frankfurt Marathon um zwei Wochen verschieben.
Allein die Excel Tabelle des Planes mit den vielen Erklärungen zu verstehen, war nicht so einfach, und es erforderte einer recht ausführlichen Einweisung und Abstimmung. Jede Einheit hat er detailliert mit mir abgesprochen, meist telefonisch. Die Eckpunkte des Trainingsplanes:
Dienstags standen intensive Intervalle und mittwochs extensive Intervalle auf dem Plan. Beispiel: Dienstag, 1. Woche: 12 mal 200 Meter (intensiver ?Intervallmethode) in je 43 Sek. Pause bis Puls unter 120. Damit begann alles. Mittwoch erste Woche: 12 mal 1000 Meter, niedriges Tempo (6-er Schnitt) Puls 130 ? 140 und dazwischen je 400 Meter traben.
Donnerstag Ruhetag
Freitag: Morgens uns abends je 45 Minuten laufen dabei 5 Steigerungen einbauen, etwa 80 Meter anziehen (keine 100 Prozent),
Samstag: 1,5 Std. Fahrtenspiel, das heißt mit dem Gelände spielen, bergab etwas schneller, berghoch langsamer. Alle 15 Minuten Steigerungen und danach gut und lange dehnen
Sonntag: Fettstoffwechsellauf von 2,5 Stunden. Alle 15 Min. Steigerungen und die letzten 7 Km Endbeschleunigung: Soll heißen, du versuchst dein angestrebtes Marathontempo zu laufen.
Montag Ruhetag.
Dieser Plan steigerte sich Woche für Woche, Trainingseinheit für Trainingseinheit. Begriffe, wie Gummibandlauf, Endbeschleunigung und extensive und intensive Intervalle konnte ich im Training erproben, die Laufeinheiten absolvierte ich übrigens meist auf der Tartanbahn des PSV. Ein großes Dankeschön an die Mitglieder, die mir den Zutritt gestatteten. Die langen Läufe von 3 Studnen absolvierte ich auf dem Radweg zwischen Merzalben und Münchweiler. Anfangs kam mir der Plan einfach vor, ab der dritten Woche war es sehr anstrengend. Nach dem Zweierblock (Dienstag/Mittwoch) stand ein Gespräch mit Trainer an (meist tel.), ebenso nach dem Dreierblock (Feitag, Samstag Sonntag). Wohlbefinden, Probleme, und anders wurden besprochen, sehr auführlich.
Den Plan umzusetzen, erforderte ein hohes Maß an Eigenmotivation, das ist auch Voraussetzung, sonst packt man das nicht. Ich wusste für mich, dass ich diese Motivation mitbringe, und dennoch waren im Laufe der Zeit einige Trainingseinheiten sehr anstrengend und ich zweifelte daran, ob ich das packe. Erst als mich Kollegen aufmerksam machten, ich hätte sichtlich abgenommen, nahm ich das bewusst wahr, ein positiver Nebeneffekt. Insgesamt reduzierte ich mein Gewicht von anfangs 92 Kg auf 82 Kg beim Marathontag. Das allerdings ohne jede Diät, natürlich schon mit bewusste Ernährung marathonmäßig abgestimmt.
Am Ende, als die Trainingseinheiten ganz intensiv wurden, merkte ich selbst die deutlich Leistungssteigerung. Peter stellte eine Endzeit von unter 4 Stunden in Aussicht. Dass es dann 3:46 Stunden würden, und damit annähernd 25 Minuten schneller als 2008, da war selbst Peter etwas überrascht. Der verfolgte übrigens meinen Marathon online am Computer zu Hause fast live. Die Zwischenzeiten wurden sofort ins Internet gestellt. Als ich ihn direkt danach die Zeit mitteilen wollte telefonisch, kannte er sie schon, alle Achtung.
Zum Lauf selbst sei gesagt, dass ich zwar am Hammermann, dem Wahrzeichen Frankfurts, vorbeilief, den Hammermann aber zu keinem Zeitpunkt erlebt habe. Soll heißen, es gab bei mir in diesem Marathon keinen Einbruch. Beide Halbdistanzen lief ich fast auf die Minute im gleichen Tempo, was mir vorher nie gelungen ist (1:52 und 1:53). Am Ende sei noch erwähnt, dass mir eine Erkältung in der letzten Woche fast den Marathon zunichte gemacht hätte, ich hatte ärztlicherseits auch keine Freigabe. Ich startete auf eigenes Risiko und ging auch bewusst nicht ganz an die Leistungsgrenze wegen der Erkältung. Für mich war klar Garant des Erfolges das strukturierte trainieren, die auf Laufen abgestimmte Ernährung und das Wissen, dass sich ein Trainer um mich kümmert. Ich musste nur das umsetzen, was Holy mir sagte. An dieser Stelle möchte ich Peter Holy für sein großes Engagement ganz herzlich danken.
?Peter, du bist ein Quälgeist, du bist ein Antreiber, ein Niedermacher ein Kritiker und gleichzeitig ein Fan, aber vor allem ein Top Trainer. Sau guuuuuuuuuuud?.
Wer sich informieren möchte, dem steh ich gern Rede und Antwort. Hier auch der Link auf die Homepage von Peter Holy und Tina Krone

Ergebnisse 2010:

Frankfurt Marathon
Michael Elig 3:46:08 Respekt - Herzlichen Glückwunsch!

München Marathon
Peter Kehrwald 3:46:17 Std. Super! Herzlichen Glückwunsch!
Andreas Dausmann 1:57:40 Std. (Halbmarathon)
Michael Melzer 2:06:22 Std. (Halbmarathon)

Pfälzerwaldmarathon Pirmasens (Halbmarathon)
Andreas Zimmermann 1:47:05 (Premierenlauf - Respekt!)
Peter Kehrwald 1:48:10
Dieter Zimmermann 2:13:36
Heike Zimmmermann 2:18:36

14. März - Bienwaldmarathon in Kandel
Michael Melzer 2:09:48

Ergebnisse 13. Köln Marathon am 04.10.2009
- Michael Melzer 4:29 Std.
- Wolfgang Ernst 4:30 Std.
- Andreas Dausmann 4:40 Std.
Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Finish!

Ergebnisse Pfälzerwald-Marathon (Halbmarathon) am 13.09.2009
- Wolfgang "Wolle" Ernst 1.54,23 Std
- Michael Melzer 1.56,03 Std
- Andreas Dausmann 1.59,01 Std
- Roman Hof 2.07,06 Std
Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Zeiten!!